Zeugnisse erstellen im Kanton St. Gallen

Zweck und Funktionen

Zeugnisse sind in jedem Kanton anders aufgebaut und der Datenbezug ist von Kanton zu Kanton innerhalb von Pupil leicht unterschiedlich. In diesem Artikel werden die Eigenheiten der Zeugnisdokumente des Kantons St. Gallen erklärt. Der Artikel ist für N&Z-Administratoren, damit diese wissen, wie Pupil konfiguriert werden muss, damit die Zeugnisse von den Lehrpersonen korrekt erstellt werden können.

Dieser Artikel kann nur mit Vorwissen verstanden werden. Aus diesem Grund ist es zwingend, dass die allgemeinen Konfigurationsmöglichkeiten der Zeugnisse verstanden sind. Diese sind unter folgenden Artikeln abgelegt.

Zudem helfen kantonale Dokumente beim Verständnis. Die Links zu den entsprechenden kantonalen Seiten wurden hier abgelegt. Die Aktualität der Links kann nicht garantiert werden

Zeugnisdokumente

Zeugnis

Zeugnisinformationen

Auf dem Zeugnis werden verschiedene Informationen abgedruckt. Von wo diese stammen ist in folgender Abbildung ersichtlich.

Im orangen Bereich (siehe Abbildung) werden alle Fächer gemäss der Lektionentafel des entsprechenden Jahrgangs bzw. Abteilung abgedruckt. Es lassen sich in diesem Bereich keine Fächer rausstreichen oder ergänzen. Ausnahmen bilden die Zeugnisse von Talentklassen und Fremdsprachenintegrationsklassen. Bei jenen werden nur die Fächer aufgedruckt, die bewertet wurden.

Fächer auf dem Zeugnis

Auf der Oberstufe werden folgende Fächer auf dem Zeugnis abgedruckt.

Dokumentation ILZ

Die Dokumentation ILZ kann direkt über das Noten und Zeugnisse gedruckt werden, sofern der druckende User dem Förderdossier zugeordnet ist und der Lernbericht im Förderdossier als Zeugnisbericht definiert ist. Die Daten werden grösstenteils im Förderplaner erfasst.

Beiblatt

Das Beiblatt basiert auf Jahresbasis. Es bezieht Daten aus beiden Semestern. Egal welches Semester man druckt, es werden immer die Einträge beider Semester darauf abgebildet. Von wo das Beiblatt seine Daten bezieht, wird in der nachfolgenden Grafik aufgezeigt.

Primarschule

Oberstufe
Option: Kopfzeile: "Einträge ab Schuljahr..."

Wenn Schulen zu PUPIL wechseln, werden die Informationen aus dem Beiblatt aus LehrerOffice nicht migriert. Wir gehen hier von der gleichen Situation aus, wie wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Schule wechselt. Dann erhält die Schülerin oder der Schüler nämlich zwei Beiblätter - das alte Beiblatt und das neue.

Eine weitere, aufwendigere Lösung ist selbstverständlich das zeitintensive Erfassen aller vergangenen Semester für Musikschule und für Religion usw.

Das Beiblatt wird nur für SuS generiert, bei denen eine Änderung vorgenommen wurde. Ist das Beiblatt noch identisch mit dem letzten, wird kein neues generiert, und es muss dem Zeugnis nicht erneut beigelegt werden.

Deckblatt

Das Deckblatt nimmt ausschliesslich Informationen aus den Personendaten.

Für das Datum beim Schuleintritt können in PUPIL zwei Werte erfasst werden.

  1. Kindergarteneintritt: Entspricht dem Eintritt in die Volksschule. Dieses Datum gehört auf das Deckblatt und muss unter Umständen durch den Schulträger berechnet werden.
  2. Schuleintritt: Entspricht dem Eintritt beim jeweiligen Schulträger.

Abschlusszertifikat

Das Abschlusszertifikat lässt sich nur im zweiten Semester der 2. oder 3. Oberstufe ausfüllen. Gedruckt werden kann es in beiden Semestern.

Dokumente für Talentschülerinnen und Talentschüler

Das Zeugnis für Talentschulen unterscheidet sich in einigen Punkten vom regulären Zeugnis.

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie die Fächer der Talentschüler ausgewiesen werden können.

  • Auf dem Zeugnis einen weiteren Bereich "Talentfächer Sport/Musik/Gestaltung"
  • Auf dem Beiblatt
Talentfächer auf dem Zeugnis ausweisen

1. Variante - separate Talentklassen

Damit die Fächer auf dem Zeugnis separat ausgewiesen werden, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Lernenden befinden sich in einer Klasse mit der Art Talentklasse
  • Die Lernenden haben eine Note oder den Eintrag "besucht" in einem Talentfach. Dieses Fach muss dem Fachbereich Talentfächer zugewiesen werden.

⚠️Hinweis: Bei dieser Variante müssen eventuell zusätzliche Klassen eröffnet werden. Damit die Lernenden dennoch in gewissen Fächern gemeinsam beurteilt werden können, werden dafür dynamische Gruppen erstellt.

2. Variante - "gemischte" Klassen

Damit die Fächer auf dem Zeugnis separat ausgewiesen werden, muss folgende Voraussetzung erfüllt sein:

  • Die Lernenden haben eine Note oder den Eintrag "besucht" in einem Talentfach. Dieses Fach muss dem Fachbereich Talentfächer zugewiesen werden.

⚠️Hinweis: Bei dieser Variante werden alle "Pflichtfächer" der Regelklassen auf das Zeugnis gedruckt. Falls einzelne Fächer nicht besucht wurden, sollte das Zeugnis mit der 1. Variante erstellt werden.

Talentfächer auf dem Beiblatt ausweisen

Weitere Fächer können auf dem Beiblatt beim freiwilligen Wahlfachangebot ausgewiesen werden. Dafür müssen die Lernenden eine Beurteilung im jeweiligen Fach besitzen, welches dem Fachbereich "freiwilliges Wahlfachangebot" zugewiesen ist.

Talentschule auf dem Beiblatt ausweisen

Mit der Checkbox für Talentschule können anschliessend weitere Informationen im Freitextfeld erfasst werden.

Zeugnis für Integrationsklassen

Für Lernende, welche eine Integrationsklasse besuchen, kann ein individuelles Zeugnis erstellt werden.

Im Zeugnis der Integrationsklassen werden nur diejenigen Fächer aufgeführt, die auch effektiv unterrichtet wurden. Dies bedeutet, dass nur Fächer aufgeführt sind, die in PUPIL benotet wurden.

Lernende, welche ein Integrationsklassenzeugnis erhalten, müssen zwingend einer Klasse zugeteilt sein, deren "Art der Schulklasse" dem Wert "Fremdsprachenintegrationsklasse (FSI)" entspricht (1).

Zudem empfiehlt es sich, den Jahrgang bei Integrationsklassen der Primarschule auf "6. Klasse Primarschule" und bei Integrationsklassen der Oberstufe auf "1. Klasse Sekundarschule" zu setzen (2). So erhalten die Lehrpersonen am meisten Fächer über die Funktion "Fächer der Stundentafel".

Je ein Beispielzeugnis für die Primar- sowie die Oberstufe können hier eingesehen werden.


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